Dein Schlaf ist uns wichtig.

Ist zu viel Schlaf ungesund ?

Ist zu viel Schlaf ungesund oder kann uns krank machen?

Lisa

Letztes Update am: 06.01.2022 5 min.

Hast Du schon mal davon gehört, dass zu viel Schlaf ungesund sein kann?

Das klingt fast unglaublich, da wir doch wissen, dass ausreichend Schlaf für ein gesunden und ausgeglichenen Lebensstil besonders wichtig ist.

Schlafmediziner haben herausgefunden, dass zu viel Schlaf noch müder macht und auch andere Krankheiten begünstigen kann.

Alles über die Ursachen dafür und wie Du die richtige Menge Schlaf für Dich findest, liest du in diesem Artikel.

Ist zu viel Schlaf ungesund oder kann uns krank machen

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Das Schlafbedürfnis ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
  • Eine Faustregel, was zu viel Schlaf bedeutet, gibt es nicht.
  • Das Schlafbedürfnis hängt vom Alter, den Lebensumständen und biologischen Faktoren ab.
  • Das Bedürfnis, mehr zu schlafen, entsteht aus einer Störung des natürlichen Schlafrhythmus.
  • Mehr zu schlafen führt meist nicht zu mehr Erholung.
  • Das Bedürfnis nach zu viel Schlaf kann auch auf eine Krankheit wie Narkolepsie oder Depressionen hindeuten.
  • Zu viel Schlaf kann man sich abgewöhnen, indem man einen regelmäßigen Schlafrhythmus einhält.

Wie viel Schlaf ist zu viel Schlaf?

Diese Frage lässt sich nicht einfach pauschal beantworten.

Wie viel Schlaf jeder Mensch benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Daher ist auch die Definition von „zu viel Schlaf“ individuell von jeder Person und ihren Bedürfnissen abhängig.

Im Folgenden wollen wir erst mal herausfinden, wie viel Schlaf wir brauchen. So erhalten wir einen Richtwert.

Anschließend beschäftigen wir uns dann damit, welche Auswirkungen zu viel Schlaf auf den Körper haben kann.

Wie das Alter das Schlafbedürfnis beeinflusst

Zum einen hängt das Schlafbedürfnis sehr stark von dem Alter der Person ab.

Studien zeigen, dass sich die Anzahl der benötigten Stunden Schlaf, um sich ausgeruht zu fühlen, im Laufe des Lebens verändert.

So schlafen Neugeborene bis zum 5. Lebensmonat zwischen 10 und 12 Stunden pro Tag. Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sinkt das Schlafbedürfnis langsam auf rund 9 bis 10 Stunden täglich.

Im Vergleich dazu benötigen Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahre 7 bis 8 Stunden Schlaf. Mit zunehmendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis tendenziell weiter ab.

Menschen über 60 Jahre schlafen häufig nur noch 5 bis 6 Stunden pro Nacht.

Fakt ist, die Aussage, dass 6 bis 8 Stunden ideal sind, trifft nicht auf jeden zu.

Weitere Faktoren, die das Schlafbedürfnis beeinflussen

Neben dem Alter einer Person sind auch biologische Faktoren dafür entscheidend, wie viel Schlaf wir individuell als erholsam empfinden.

Wer einen stressigen Alltag oder einen körperlich fordernden Job hat, braucht vielleicht etwas mehr Schlaf.

Nur so kann der Körper in den Ruhezustand übergehen und sich ausreichend regenerieren.

Auch physische sowie psychische Erkrankungen sind Faktoren, die das Schlafbedürfnis des Einzelnen beeinflussen.

Die Einnahme gewisser Medikamente ruft bei vielen Menschen ein erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf hervor. Dasselbe gilt während Rehabilitation und für gewisse Behandlungsmethoden.

Dazu kommt noch, dass auch die Qualität des Schlafs ausschlaggebend ist. Während einer Nacht gehen wir durch eine Reihe von Schlafphasen.

Die Schlafphasen und was sie bedeuten

Schlafmediziner nennen vier Phasen des Schlafs:

  • Halbschlaf
  • Leichtschlaf
  • Tiefschlaf
  • REM-Schlaf (steht für Rapid Eye Movement)
Jede dieser Phasen ist für einen gesunden und erholsamen Schlaf wichtig.
Daher gilt häufiges Unterbrechen des Schlafs als ungesund.

Von besonderer Bedeutung sind die Tiefschlafphase und die REM-Phase. Während dieser Zeit erholt sich der Körper.

Wie die einzelnen Phasen den Schlafzyklus formen

Die vier Phasen reihen sich zu einem Schlafzyklus aneinander. Beim Einschlafen fallen wir erst in den Halbschlaf, der in den Leichtschlaf übergeht. Darauf folgt die erste Tiefschlafphase und wieder ein Leichtschlaf.

Dann kommt eine REM-Phase. Während dieser Phase bewegen sich die Augen des Schlafenden rasch hin und her.

Daher kommt auch die Bezeichnung.

Dieser Zyklus wiederholt sich im Laufe der Nacht immer wieder. Die einzelnen Phasen dauern dabei unterschiedlich lange an.

Finde heraus, wie viel Schlaf für Dich empfohlen wird

Um herauszufinden, wie viel Schlaf für Dich ideal ist, kannst Du unseren Schlafrechner nutzen.

Damit berechnest Du anhand Deines Alters und Deiner gewohnten Schlafroutine, wie viel Stunden Schlaf Dir empfohlen wird.

Jetzt weißt Du genau, wie viel Schlaf Du benötigst und von welchen Faktoren das abhängt.
Wie Du schon siehst, ist das Schlafbedürfnis individuell von der Person abhängig.

Daher gibt es auch keine wissenschaftliche Definition von zu viel oder zu wenig Schlaf.

Laut dem Max-Planke-Institut für Psychiatrie, wo man unter anderem an den Ursachen für Schlafstörungen forscht, gibt es kein allgemeingültiges Schlafmaß.

Unser Schlafrhythmus wird beeinträchtigt

Die innere Uhr des Körpers funktioniert ohne externe Einflüsse einwandfrei.

Der Mensch ist es gewohnt, mit dem Sonnenaufgang aufzustehen und sich mit dem Sonnenuntergang schlafen zu legen.

Aufgrund der Industrialisierung und des technologischen Fortschritts können viele Menschen den natürlichen Schlafrhythmus nicht mehr einhalten.

Wir stehen weit vor dem Sonnenaufgang auf, weil wir früh zur Arbeit müssen. Dann gehen wir weit nach Mitternacht zu Bett, weil wir noch ein spätes Meeting haben.

Menschen, die jahrelang in Schichten arbeiten, leiden besonders darunter.

All solche Faktoren sorgen dafür, dass der natürliche Schlafrhythmus des Körpers nicht mehr funktioniert.

Was sind die Ursachen für zu viel Schlaf?

Bei einem gesunden Menschen liegt die Ursache tatsächlich in der Störung des gewohnten Schlafrhythmus.

Viele versuchen Schlafmangel zu kompensieren, indem sie an den darauffolgenden Tagen länger schlafen.

Dies stört den natürlichen Zyklus.

Die Folge ist, dass man eben nicht ausgeruht ist, sondern sich eher matt und übermüdet fühlt.

Ein erhöhtes Bedürfnis nach Schlaf wird aber auch von äußeren Einflüssen hervorgerufen. Dazu zählen:

· Alkoholkonsum

· Drogen- und Nikotinkonsum

· Unausgewogene Ernährung

· Medikamente

· Psychische Beschwerden wie Depressionen

Die genannten Faktoren können einen negativen Einfluss auf die Qualität unseres Schlafes haben.

Das führt dazu, dass wir zwar eine gewisse Anzahl von Stunden im Bett verbringen, die einzelnen Schlafphasen aber gestört sind.

Abgesehen davon können auch neurologische Krankheiten zu einem übermäßigen Bedürfnis nach Schlaf führen.

Bei der Nervenkrankheit Narkolepsie ist die Schlaf-Wach-Regulation im Körper gestört. Die Muskeln erschlaffen immer wieder kurzzeitig und Betroffene schlafen häufig während des Tages ein.

Auch bei einer Schilddrüsenunterfunktion berichten Betroffene oft von Phasen großer Müdigkeit und Schlappheit.

In diesem Beitrag sprechen wir aber vordergründig über zu viel Schlaf ohne eine neurologische Krankheit als Ursache.

Was passiert, wenn Du kurzzeitig zu viel schläfst?

Wissenschaftler sind sich einig, dass eine kurzweilige Änderung des Schlafrhythmus keinerlei negativen Auswirkungen hat.

Am Wochenende eine Stunde länger zu schlafen als sonst, ist vollkommen normal.

Dennoch wird empfohlen, auch kurzzeitig nicht zu sehr von dem gewohnten Schlafrhythmus abzuweichen.

Die innere Uhr Deines Körpers weiß am besten, wann Du erholt bist.

Daher solltest Du auch bald nach dem natürlichen Aufwachen aufstehen – auch wenn kein Wecker klingelt.

Zu viel Schlaf ist ein Teufelskreis

Laut Wissenschaftlern kommt das Bedürfnis nach mehr Schlaf von schlechter Schlafqualität oder von gestörten Tiefschlafphasen.

Wer regelmäßig in der REM- oder Tiefschlafphase geweckt wird, fühlt sich nicht ausgeruht.

Durch den Versuch, länger zu schlafen, machst Du es aber eigentlich nur noch schlimmer.

Denn so zwingst Du Dich außerhalb deines gewohnten Schlafrhythmus zu ruhen.

Dazu kommen äußere Einflüsse, die erholsamen Schlafen erschweren. Schlaf bis zum Mittag oder Nachmittag ist qualitativ schlechter. Dann stören Lärm, Helligkeit und andere Ablenkungen die Ruhe.

Du verbringst zwar mehr Zeit im Bett, ruhst aber nicht richtig.

Daher kann man also sagen, dass zu viel Schlaf Dich noch müder machen kann.

Macht zu viel Schlaf krank?

Wer dauerhaft zu lange schläft, könnte laut einer chinesischen Studie tatsächlich seine Gesundheit negativ beeinflussen. Sie zeigt, dass Menschen, die 9 oder mehr Stunden täglich schlafen, ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall haben.

Forscher der Keele University haben außerdem herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen lange Schlafen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. Die Studie besagt, dass Menschen, die mehr als 8 Stunden pro Nacht schlafen, vermehrt zu diesen Erkrankungen neigen.

Zudem werden Übergewicht und Fettleibigkeit mit einem übermäßigen Bedarf nach Schlaf in Verbindung gebracht.

Menschen, die länger schlafen, leiden häufig auch an einem geschwächten Immunsystem. Das ständige Gefühl, müde zu sein, kann Menschen auch in eine Depression führen oder diese verstärken.

Kann dich zu viel Schlaf umbringen?

Wie schon oben erklärt, gibt es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungen, wie etwa Herz-Kreislauf-Beschwerden und Übergewicht und zu viel Schlaf.

Man kann jedoch sagen, dass zu viel Schlaf unwahrscheinlich die alleinige Ursache für eine solche Erkrankung ist.

Zu viel Schlaf wird Dich also nicht umbringen.

Wie kann man sich zu viel Schlaf abgewöhnen?

Wenn das übermäßige Bedürfnis nach Schlaf nicht von einer chronischen Krankheit oder der Einnahme von Medikamenten hervorgerufen wird, kann man mit reiner Willenskraft etwas dagegen tun.

Der erste Schritt ist es, Deinen natürlichen Schlafrhythmus herauszufinden.

Dazu machst Du Dir am besten Notizen.

Du schreibst auf, wann Du morgens bereit sein musst und wie viel Zeit Du am Morgen benötigst.

Sei dabei, bitte ehrlich und realistisch.

Es sollte genug Zeit sein, um den Tag stressfrei zu beginnen.

Nimm Dir also nicht zu viel auf einmal vor.

Dann hältst Du fest, zu welcher Zeit Du zu Bett gehst.

Wie viel Zeit brauchst Du abends?

Wann wirst Du wirklich müde?

Das sind alles Fragen, die Du berücksichtigen solltest.

Mache deine Aufwach- und Schlafenszeit zur Routine

Versuche Dich an diese Routine zu halten, auch wenn es nicht immer einfach ist.

Je länger Du regelmäßig zur gleichen Zeit aufstehst, desto einfach wird es.

Gestalte ein Ritual um Deine Schlafenszeit

Wenn es Dir weiterhin schwerfällt, deine Routine einzuhalten, kannst Du Abend- und Morgenrituale schaffen.

  • Dein Bett sollte wirklich nur zum Schlafen benutzt werden. Leg Dich also erst ins Bett, wenn Du wirklich schlafen willst.
  • Es hilft beim Einschlafen einige Stunden vor dem Schlafengehen auf elektronische Geräte zu verzichten.
  • Bereite alles für den Morgen vor, sodass Du stressfrei aufwachen kannst.

Besorge Dir einen Tageslichtwecker. Diese Wecker simulieren den Sonnenaufgang und helfen Dir dabei, leichter zu erwachen.

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass zu viel Schlaf in der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen liegt.

Daher lässt sich nicht pauschalisieren, ob 9 Stunden Schlaf für Dich zu viel sind und ob 6 bis 8 Stunden ideal für Dich sind.

Zu viel Schlaf macht nicht krank oder ist an sich ungesund.

Fühlst Du Dich also regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg unausgeschlafen, obwohl Du ausreichend Zeit hast zu schlafen, solltest Du Deinen Schlafrhythmus überdenken.

Dann ist es gut möglich, dass Du zu viel Schlaf von schlechter Qualität bekommst.

Wenn ersichtlich ist, dass Du damit Probleme hast, kannst Du die oben aufgezählten Tipps nutzen, um deinen Schlafrhythmus zu verbessern.

Dabei solltest Du Deinem individuellen Schlaftyp treu bleiben.

Wenn es um die richtige Menge an Schlaf geht, hörst Du am besten auf Deinen Körper.

Lisa

Das Leben ist zu aufregend für schlechten Schlaf! Als Mitglied im Sleep Hero Team kenne ich die Geheimnisse für ungestörten, erholsamen Schlaf und teile diese nur zu gerne mit unseren Lesern.

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