Dein Schlaf ist uns wichtig.

Alles Rund um das Thema Schlafapnoe

Schlafapnoe - Alles zu Ursachen, Diagnose und Therapie

Sophie

Letztes Update am: 24.11.2021

Du fühlst Dich gerädert?

Dein Partner oder Deine Partnerin hat Angst um Dich, weil Du im Schlaf häufiger nicht atmest? 😴

Wenn Du zudem auch noch unerträglich schnarchst, dann könnte es sein, dass Du an Schlafapnoe leidest. 🧐

Wir haben Dir alles Wichtige darüber zusammengestellt.

Schlafapnoe
    Sleep Tech
    Die Apple Watch hilft beim Sport und auch beim Aufzeichnen und Verbessern des Schlafs. Foto: Pexels

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    Das macht die Apple Watch Series 6 aus

    Mit einer Apple Watch ist es gleichermaßen möglich, effektiv Sport zu treiben, natürlich die Uhrzeit abzulesen, aber auch den Schlaf mit einer App zu messen.

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    Aber das sind noch nicht alle Funktionen, denn mit der Apple Watch 6 kannst Du auch telefonieren, im Internet surfen und Nachrichten empfangen.

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    In diesem Bereich gibt es eher kritische Stimmen, denn eine Laufzeit mehr als 24 Stunden ist eher nicht drin.

    Dahingegen kannst Du den Akku aber sehr schnell wieder aufladen. Das ist wiederum ein großer Pluspunkt, nicht wahr?

    Eine einfache Bedienung

    Wer bereits eine Apple Watch genutzt hat, der weiß, wie eine solche funktioniert. Das Konzept ist eigentlich ziemlich selbsterklärend.

    Denn es gilt: Die Steuerung funktioniert über Wischgesten, die Buttons und die drehbare Krone.

    Was ist Schlafapnoe?

    Schlafapnoe kommt von dem griechischen Begriff “Apnoe”, was Windstille bedeutet.

    Betroffene haben nachts unbemerkte Atemaussetzer.

    Tagsüber fühlen sie sich wie gerädert, wissen aber nicht warum.

    Häufig sind es die Mitschlafenden, die die Atemstillstände bemerken und Alarm schlagen.

    Ärzte unterscheiden zwei Formen des Schlafapnoe-Syndroms: Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) und die zentrale Schlafapnoe.

    Gemeinsam haben beide Formen, dass in diesen Phasen betroffene Personen nur noch ungenügend mit Sauerstoff versorgt sind.

    Manchmal gibt es auch Mischformen beider Arten des Schlafapnoe Syndroms.

    Das führt zu einem gestörten Schlaf mit eingeschränkter Erholung für Körper und Geist.

    Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche, Sekundenschlaf und Kopfschmerzen, aber auch die Entwicklung von Bluthochdruck können u.a. Folgen dieser gestörten Schlafqualität sein.

    Der aktuell gängiste Therapieansatz ist die Behandlung mit einer speziellen Atemmaske.

    Diese tragen diagnostizierte Betroffene nachts.

    Wie macht sich eine Schlafapnoe bemerkbar?

    Bei einer Schlafapnoe stockt während des Schlafs immer wieder die Atmung.

    Diese Atemaussetzer dauern mindestens 10 Sekunden, durchschnittlich 20 bis 30 Sekunden.

    Sie können aber auch minutenlang anhalten.

    Bei einem typischen Verlauf schnarcht der Bettgenosse eine Weile sehr laut und regelmäßig.

    Dann setzen die Atemgeräusche plötzlich über längere Zeit komplett aus – um danach wiederum mit einem lauten Schnarch- oder Atemgeräusch fortzufahren.

    Eine Schlafapnoe kommt aber auch ohne Schnarchgeräusche vor.

    1. Obstruktive Schlafapnoe

    Eine obstruktive Schlafapnoe (OSA) liegt vor, wenn die Atmung im Schlaf wiederholt für einige Sekunden aussetzt.

    Menschen mit einer obstruktiven Schlafapnoe schnarchen meist sehr laut.

    Sie haben während des Schlafs regelmäßig eine flache Atmung (Hypopnoe) und Atemaussetzer (Apnoen), die länger als zehn Sekunden dauern.

    Schnarchen an sich ist harmlos.

    Erst wenn Atemaussetzer hinzukommen, spricht man von einer Schlafapnoe.

    Eine Obstruktive Schlafapnoe mindert nicht nur die Lebensqualität in erheblichem Ausmaß, sie kann im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein.

    Falls Du im Schlaf laute Schnarchgeräusche von Dir gibst, außerdem tagsüber ständig müde bist oder eines der anderen genannten Symptome bei Dir beobachtest, solltest Du zeitnah einen Arzt aufzusuchen.

    Es könnte eine obstruktive Schlafapnoe dahinterstecken. Ein weiteres Verdachtsmoment für OSA ist Übergewicht. Rund 80 Prozent aller OSA-Betroffenen bringen zu viele Kilos auf die Waage.

    Ursachen der Obstruktiven Schlafapnoe (OSA):

    Bei einer Obstruktiven Schlafapnoe liegt die Ursache in den Atemwegen.

    Die obstruktive Schlafapnoe entsteht, weil die Atemwege verengt oder verlegt sind.

    Zwar erhält die Atemmuskulatur den Befehl vom Gehirn, aktiv zu werden, um Luft zu holen, doch die Kraft der Muskeln reicht zunächst nicht aus, um Luft durch die blockierten Atemwege zu bekommen.

    Der Widerstand in den Atemwegen ist zu groß. Es entsteht eine Atempause.

    Der Körper erhält in diesem Moment keinen Sauerstoff, wodurch der Sauerstoffgehalt im Blut allmählich absinkt.

    Kohlenstoffdioxid sammelt sich im Gewebe und Blut an.

    Dies wird vom Körper registriert.

    Als Folge löst der Körper einen Alarm aus und regelt seine Aktivität schnell hoch – Betroffene zeigen eine Weckreaktion und holen plötzlich tief Luft.

    Die Atmung ist wieder gesichert – bis zum nächsten Atemstillstand.

    Auf diese Weise kann es zu zahlreichen Weckreaktionen pro Nacht kommen.

    Diese Weckreaktionen sind ein Überlebensmechanismus, der mit dem Wach- und Stresshormon Cortisol gekoppelt ist.

    Die Wachphasen sind meistens so kurz, dass die Betroffenen sich am nächsten Morgen gar nicht daran erinnern können.

    Trotzdem sind die ständigen Schlafunterbrechungen lang genug, um einen erholsamen Schlaf unmöglich zu machen und eine einschränkende Tagesschläfrigkeit zu erzeugen.

    Warum sind die Atemwege zu eng?

    Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass die Atemwege verengt werden:

    • Anatomische Besonderheiten: Ein stark zurückliegender Unterkiefer kann den Atemwiderstand erhöhen. Oder eine vergrößerte Zunge oder große Mandeln engen den Rachenraum ein
    • Übergewicht: Zu viele Pfunde begünstigen nächtliche Atemaussetzer. Viele Patienten mit Schlafapnoe sind übergewichtig
    • Rückenlage: Im Schlaf entspannen sich viele Muskeln, sodass in der Rückenlage zum Beispiel die Zunge in den Rachen rutscht. Dadurch kann sie kurzfristig die Luftwege verschließen
    • Verstärkte Muskelentspannung: Alkohol, Medikamente (beispielsweise Schlafmittel) oder Drogen können zur Muskelentspannung beitragen und damit eine Schlafapnoe begünstigen
    • Asthma
    • Psychische Ursachen
    • Stress

    2. Zentrale Schlafapnoe

    In etwa jedem zehnten Fall einer Schlafapnoe liegt die Ursache nicht in den Atemwegen, sondern im Gehirn – und zwar in der Steuerzentrale der Atemmuskeln.

    Diese Form heißt zentrale Schlafapnoe.

    Den Atemmuskeln fehlt kurzzeitig der Befehl vom Gehirn, aktiv zu werden.

    Erst wenn der Sauerstoffgehalt im Blut unter einen kritischen Wert sinkt, reagiert das Gehirn und sendet wieder den Impuls zur Atmung.

    Teilweise ist die Atmung vor dem Aussetzer besonders flach (sogenannte Cheyne-Stokes-Atmung). Die zentrale Schlafapnoe mit Ausfall der Atemsteuerzentrale kann beispielsweise durch einen Schlaganfall bedingt sein.

    Symptome von Schlafapnoe

    Eine Schlafapnoe hat somit sowohl nachts als auch tagsüber gravierende Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit.

    • Die Symptome bei Schlafapnoe sind dabei sehr vielfältig und häufig unspezifisch.

    Auf einen Blick: Typische Beschwerden bei Schlafapnoe

    • Lautes Schnarchen
    • Herzrasen und schneller Puls
    • Bluthochdruck am Morgen
    • Unruhiger Schlaf
    • Aufschrecken aus dem Schlaf eventuell mit einem Erstickungsgefühl
    • Müdigkeit und Schlappheit tagsüber
    • Spontanes Einnicken („Sekundenschlaf“)
    • Kopfschmerzen morgens
    • Leistungsabfall
    • Konzentrationsstörungen
    • Vergesslichkeit
    • Potenzprobleme, sexuelle Empfindungsstörungen
    • Depressive Verstimmung
    • Übergewicht

    Häufiges Symptom: Tagesmüdigkeit

    Weil die Betroffenen – oft ohne es zu merken – nachts immer wieder für wenige Sekunden wach werden, bringt der Schlaf nicht mehr die nötige Erholung.

    Häufige Folge ist eine starke Tagesmüdigkeit. Die Patienten fühlen sich oft schlapp, unkonzentriert und weniger leistungsfähig. Ihr Gedächtnis lässt nach. Libido und Potenz können verringert sein.

    Viele Patienten mit Schlafapnoe neigen dazu, untertags immer wieder unwillkürlich und plötzlich für wenige Sekunden einzunicken (Sekundenschlaf). Dies kann während der Arbeit oder im Straßenverkehr gefährlich werden.

    Manchmal deuten morgendliche Kopfschmerzen und ein morgendlich trockener Mund auf eine Schlafapnoe hin.

    Risiken und Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe

    Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe wissen oft nicht um die möglichen Risiken
    und Folgeerkrankungen, welche die Atemaussetzer mit sich bringen können.
    Dies kann sich auch auf die Lebenserwartung auswirken

    Erfahre mehr über die gesundheitlichen Risiken und Folgen einer unbehandelten
    Schlafapnoe.

    Der Weg zur Diagnose

    Die Dunkelziffer unbekannter Fälle der Schlafapnoe ist hoch. Studien zufolge sind rund 20 Millionen Menschen in Deutschland betroffen.

    Erfahre hier, welche Schritte auf dem Weg zur Diagnose der obstruktiven als auch der zentralen Schlafapnoe gegangen werden.

    Da Betroffene selbst von ihren Schlafauffälligkeiten meist wenig mitbekommen, sind Hinweise der Partner/innen, Familie, Freunde oder auch Kollegen von großem Wert.

    Sie sind es häufig auch, die „Schnarcher/innen“ zu einem Arztbesuch drängen – oft jedoch ohne Erfolg.

    Es gibt jedoch gute Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich die Atemaussetzer verhindern lassen. Mit einer geeigneten Therapie kannst Du viel Lebensqualität zurückgewinnen: ungestört schlafen und morgens ausgeruht aufwachen.

    Außerdem schützt Dich die Therapie vor möglichen Folgerisiken wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Diabetes Typ II oder einem Schlaganfall.

    Wie läuft die ärztliche Diagnose ab?

    Der Arzt fragt nach den Beschwerden und der persönlichen Krankengeschichte. Zudem wird er den Patienten körperlich untersuchen.

    Kann man eine Schlafapnoe testen?

    Um erste Hinweise auf eine Schlafapnoe zu erhalten, eignet sich eine einfache orientierende Untersuchung des Schlafs.

    Dazu gibt der Arzt dem Patienten leihweise Messgeräte mit nach Hause. Vor dem Zubettgehen legt sich der Betroffene nach Anleitung Messsonden an. Sie registrieren in der Nacht den Atemluftstrom, Atembewegungen von Brust und Bauch, den Puls, die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Körperlage und teilweise auch die Schnarchgeräusche.

    Eventuell deuten die Ergebnisse dieser Polygraphie bereits auf die Diagnose Schlafapnoe-Syndrom hin.

    Untersuchung im Schlaflabor: Polysomnographie

    Der Arzt kann den Patienten an ein Schlaflabor überweisen, wo der Schlaf gründlich analysiert wird (sogenannte Polysomnographie). Der Patient verbringt dort ein bis zwei Nächte.

    Während er schläft, erfolgen viele Messungen, die nicht schmerzhaft und nicht belastend sind: So werden Hirnströme, Herzrhythmus, Sauerstoffgehalt des Blutes und der Atemfluss an Mund und Nase registriert.

    Der Schlafende trägt außerdem einen Dehnungsgürtel, der die Atembewegungen erfasst. Mit einer Untersuchung der Augenbewegungen kann der Arzt die einzelnen Schlafphasen unterscheiden.

    Auch Blutdruck, Muskelspannung, Körperlage und Schnarchgeräusche werden ausgewertet.

    Wird eine Schlafapnoe festgestellt, sind oft weitere Arztbesuche sinnvoll, etwa Untersuchungen durch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, einen Kieferchirurgen oder einen Neurologen.

    Besteht der Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe, werden Schritt für Schritt verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose zu sichern.

    Die zuverlässigste Methode zur Diagnose ist eine Polysomnographie im Schlaflabor. Erst aber erfolgen weniger aufwendige Untersuchungen, um den Verdacht zu erhärten oder auch zu entkräften.

    Ansprechpartner ist im ersten Schritt der Hausarzt, der Dich zunächst einmal eingehend befragen wird (Anamnese). Eventuell wird er auch Deine*n Partner*in mit einbeziehen.

    Schildere dem Arzt ausführlich Deine Beobachtungen, denn diese sind ganz wichtig für die Diagnosefindung. Auch das Thema Sexualität wird Dein Arzt ansprechen, denn sexuelle Empfindungsstörungen bzw. Erektionsstörungen können mit einer obstruktiven Schlafapnoe in Zusammenhang stehen.

    Eventuell kommen bei der Anamnese standardisierten Fragebögen zum Einsatz, die speziell für die Diagnose der chronischen Schlafapnoe entwickelt wurden.

    Die Befragung wird ergänzt durch eine umfassende körperliche Untersuchung, zu der unter anderem Gewichtskontrolle und Blutdruckmessung gehören. Übergewicht kann nicht nur ein Symptom sein, sondern ist auch ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung eines OSA.

    Bluthochdruck ist eine häufige Folgeerkrankung, die maßgeblich mitverantwortlich ist für die erhöhte Herzinfarkt- und Schlaganfallgefahr. Entsprechende Hinweise bei Befragung und Untersuchung führen zu der Verdachtsdiagnose „Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom“.

    Alle Folgeerscheinungen und Symptome zusammen bezeichnet man als Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS).

    Diagnose: Schritt 1 – Anamnese:

    1. Der Hausarzt klopft Symptome und Beobachtungen ab.
    2. Partner/in kann hier wichtige Hinweise und Ergänzungen für die Diagnose liefern.
    3. Eventuell Einsatz eines standardisierten Fragebogens.
    4. Anschließend körperliche Untersuchung (u. a. Gewichtskontrolle/Blutdruckmessung).

    Diagnose Schritt 2

    Was ist eine Polygraphie?

    Die Polygraphie ist sozusagen eine Miniausgabe der Untersuchung im Schlaflabor und wird deshalb auch als „kleines Schlaflabor“ bezeichnet. Es gilt, die Verdachtsdiagnose zu erhärten oder zu verwerfen.

    Deshalb muss während des Schlafens untersucht werden, ob es tatsächlich zu Atemaussetzern kommt und wie der Körper darauf reagiert: Sinkt der Sauerstoffgehalt des Blutes infolge der Atemaussetzer ab? Steigt der Blutdruck an? Gerät das Herz ins Stolpern?

    In der Regel steht erst einmal eine Polygraphie auf dem Programm. Dieses „Screeningverfahren“ (OSAS-Screening) ist weniger aufwendig als eine Untersuchung im Schlaflabor, liefert aber bereits wichtige Hinweise, ob etwas dran ist an der Verdachtsdiagnose

    Die Polygraphie führst Du selbst durch – ganz bequem und entspannt in Deiner vertrauten häuslichen Umgebung.

    Keine Sorge: Man kann dabei nichts falsch machen. Dein Arzt wird Dir alles ganz genau erklären. Anschließend nimmst Du das Polygraphie-Gerät mit nach Hause, das sich in einem handlichen Koffer leicht transportieren lässt.

    Bevor Du dann abends zu Bett gehst, musst Du lediglich einige Messfühler anbringen. Den Rest macht das Gerät ganz allein.

    Falls der Hausarzt eine entsprechende Qualifikation besitzt, findet der Diagnoseschritt ebenfalls unter seiner Betreuung statt. Andernfalls wird Dein Hausarzt Dich an einen Facharzt – einen Schlafmediziner – überweisen.

    Während des Schlafs registriert das Polygraphie-Gerät den Atemfluss und etwaige Atempausen, die Atembewegungen von Brustkorb und Bauch, den Sauerstoffgehalt des Blutes, den Herzschlag, Schnarchgeräusche sowie die Schlafposition.

    Anhand der Aufzeichnungen kann der Arzt später sehen, ob sich während des Schlafens „ungewöhnliche Dinge“ ereignet haben.

    Ergeben sich durch die Polygraphie Hinweise auf eine obstruktive Schlafapnoe, steht eine abschließende Untersuchung im Schlaflabor an. Dein Arzt wird das ausführlich mit Dir besprechen und eine Überweisung an ein schlafmedizinisches Zentrum ausstellen.

    Diagnose Schritt 2 – Polygraphie:

    1. Das Schlaflabor für zu Hause, um Verdachtsdiagnose nach Anamnese zu bestätigen. Du erhältst ein Polygraphie-Gerät beim Arzt, welches Du nach einer Einführung mit nach Hause nimmst.
    2. Vor dem Schlafen das Gerät am Bett platzieren und Messfühler anbringen.
    3. Das Gerät misst nun autonom Atembewegungen, Atemfluss, Sauerstoffgehalt im Blut, Schlafposition und Schnarchgeräusche.
    4. Auswertung der Polygraphie beim Arzt – anschließend ggf. Überweisung ins Schlaflabor.

    Diagnose Schritt 3 – Polysomnographie:

    Was ist eine Polysomnographie?

    Die Untersuchung im Schlaflabor, bei der eine Vielzahl von Messungen durchgeführt werden, nennt man Polysomnographie.

    Damit wird die Verdachtsdiagnose der obstruktiven Schlafapnoe endgültig gesichert. Im Schlaflabor werden ähnliche Untersuchungen durchgeführt wie bei der Polygraphie, aber die gewonnenen Daten sind noch sehr viel genauer und umfangreicher.

    Das ermittelte Schlafprofil umfasst eine Vielzahl von Messgrößen, die in der Summe eine sichere Aussage erlauben, ob eine obstruktive Schlafapnoe vorliegt oder nicht. Gleichzeitig lässt sich mit der Polysomnographie die Schwere der Erkrankung ermitteln.

    Wichtig dabei ist unter anderem der sogenannte Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI), der angibt, wie viele Atempausen in einer Stunde auftreten.

    Die Untersuchung wird meist in einem schlafmedizinischen Zentrum durchgeführt. Das heißt, Du bleibst hier für eine Übernachtung oder eventuell auch mehrere Nächte.

    Dort bist Du in einem Patientenzimmer – einem Einzelzimmer – untergebracht, das meistens aber eher wie ein Hotelzimmer und nicht wie ein Krankenzimmer ausgestattet ist. Du sollst Dich wohlfühlen, damit Du möglichst entspannt schlafen kannst.

    Vor dem Zubettgehen wirst Du verkabelt: An Brustkorb und Armen bzw. Beinen werden Elektroden angebracht, um die elektrischen Herzsignale aufzuzeichnen (Elektrokardiogramm, EKG).

    Anhand des Langzeit-EKGs kann der Arzt anschließend erkennen, wie sich Dein Herz während des Schlafens verhält: schlägt es gleichmäßig oder gerät es vielleicht ins Stolpern, wenn die Atmung stockt?

    Der Blutdruck wird ebenfalls lückenlos kontrolliert. Und auch die Hirnströme im Schlaf werden registriert (Enzephalogramm). Dazu werden Elektroden aufgebracht: vier bis sechs auf dem Kopf und fünf im Gesicht.

    Außerdem wird die sogenannte Schlafarchitektur untersucht.

    Eine besondere Bedeutung hat der sogenannten REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Während des REM-Schlafs bewegen sich die Augen blitzschnell hin und her. Jetzt träumen wir und verarbeiten, was wir tagsüber erlebt haben.

    REM-Phasen nehmen normalerweise im Laufe der Nacht zu und sind wichtig für eine gesunde Schlafarchitektur. Deshalb werden im Schlaflabor auch die Augenbewegungen protokolliert, die unter dem geschlossenen Lidern gut zu erkennen sind.

    Bei einer gestörten Schlafarchitektur ist der Schlaf nicht richtig erholsam, was zu typischen OSA-Symptomen wie Tagesmüdigkeit und Konzentrationsmangel führen kann.

    Zusätzlich wirst Du im Schlaf mit einer Videokamera gefilmt – natürlich nur, wenn Du dem ausdrücklich zugestimmt hast.

    Die Kamera hält unter anderem fest, ob es im Schlaf zu Weckreaktionen mit Körperbewegung kommt, was ein Zeichen für Atemaussetzer ist. Um Störungen der Atmung aufzuspüren, wird außerdem der Luftfluss an Mund und Nase mit speziellen Messfühlern registriert.

    1. Überweisung in ein schlafmedizinisches Zentrum.
    2. Übernachtung mit Schlaflabor: Messung und Analyse des Schlafs.
    3. Auswertung der Polysomnographie ggf. mit anschließender Behandlungsplanung.

    Die verschiedenen Untersuchungen, die im Rahmen der Polysomnographie durchgeführt werden, sind völlig schmerzfrei und der Schläfer bekommt gar nichts davon mit. Anfangs vielleicht etwas störend ist lediglich die Verkabelung.

    Sicher hast Du Dich schon gefragt: Kann man denn mit all den Elektroden und Drähten überhaupt ein Auge zu tun?

    Ja, das kann man. Seitens des Schlaflabors wird alles dafür getan, die Untersuchungssituation so komfortabel wie möglich zu gestalten.

    Die recht feinen Kabel werden gebündelt und so gelegt, dass sie die Bewegungsfreiheit und den Schlaf möglichst wenig beeinträchtigen.

    Trotzdem kann es sein, dass Du in der ersten Nacht nicht so gut schläfst wie zu Hause. Vielleicht fällt Dir das Einschlafen schwer oder Du wachst zwischendurch öfter auf.

    Jedoch schläft man ohnehin nicht jede Nacht gleich. So gibt es bei obstruktiver Schlafapnoe „gute Nächte“ mit wenigen Atemaussetzern und „schlechtere Nächte“, in denen sich die Aussetzer mehren.

    Die erste Nacht im Schlaflabor zählt häufig eher zu den guten Nächten (First Night Effect). Das heißt: Beurteilt man nur diese erste Nacht, würde die Erkrankung harmloser erscheinen, als sie wirklich ist.

    Deshalb wirst Du bei Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe in der Regel mehrere Nächte im Schlaflabor beobachtet.

    Auf einen Blick: Was wird im Schlaflabor gemessen?

    • • Beurteilung von Traumschlaf und Schlaftiefe: Hirnströme (EEG) und Augenbewegungen
    • • Herzfrequenz und Herzrhythmus (EKG)
    • • Sauerstoffgehalt des Blutes
    • • Atemfluss an Mund und Nase
    • • Schnarchgeräusche
    • • Atembewegungen des Brustkorbs und des Bauches
    • • Muskelspannung des Kinns
    • • Beinbewegungen
    • • Körperlage

    Schlaflabor

    Wie bereitest Du Dich am besten auf eine Nacht im Schlaflabor vor?

    • • Nicht tagsüber schlafen
    • • Spätestens ab 14:00 Uhr auf koffeinhaltige Getränke wie Tee und Kaffee verzichten
    • • Haare waschen und auf Kosmetik, Haargel und Haarspray verzichten, damit die Elektroden am Kopf besser halten
    • • Ärzte im Vorgespräch über Krankheiten und Medikamente informieren
    • • Eventuell müssen bestimmte Medikamente vor der Nacht im Schlaflabor abgesetzt werden
    • • Packe einen Kulturbeutel, Zahnbürste und Schlafkleidung ein. Tipp: Frage das Labor, ob Du ein eigenes Kissen mitbringen darfst

    Wie schwer ist die Schlafapnoe?

    Die Stärke einer Schlafapnoe lässt sich messen.

    Der Apnoe-Index (AI) gibt an, wie viele mindestens 10 Sekunden lange Atempausen der Patient pro Stunde Schlafzeit hat. Der Index liegt im gesunden Fall bei unter fünf pro Stunde. Je höher er ist, desto schwerer ist die Erkrankung.

    In den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) fließen auch Phasen mit sehr flacher Atmung ein. Ein Apnoe-Hypopnoe-Index von 15 pro Stunde oder mehr ist immer als krankhaft zu werten. Ein Apnoe-Hypopnoe-Index zwischen 5 und 15 gilt nur dann als krankhaft, wenn tagsüber Beschwerden wie beispielsweise Müdigkeit bestehen.

    Definition AHI

    Definition AHI

    Um den AHI zu erhalten, summiert man alle Apnoen und Hypopnoen während einer Schlafstunde (Apnoe + Hypopnoe/Schlafstunde). Ab einem Wert von fünf spricht man von einer leichten, ab 15 von einer mittelschweren und ab 30 von einer schweren Form der Schlafapnoe [1].

    Solltest Du oder Dein*e Partner*in die Vermutung haben, an Schlafapnoe zu leiden, suche bitte einen Arzt auf, um dies diagnostizieren und behandeln zu lassen.

    Was ist die Therapie bei Schlafapnoe?

    Was bedeutet Beatmungstherapie bzw. Therapie?

    Die Beatmungstherapie erfolgt über eine CPAP– oder auch BiPAP-Maske, die über Nacht Luft in die Lunge pumpt.

    Eine Therapie ohne Beatmung wäre zum Beispiel der Einsatz einer Protrusionsschiene (umgangssprachlich auch Schnarchschiene genannt). Auch ein Zungenschrittmacher könnte zum Einsatz kommen.

    Helfen alle diese Therapieansätze nicht, gibt es als invasive Möglichkeit noch eine Operation, die sogenannte Schlafapnoe Operation, bei der die Anatomie der Kiefer so verändert wird, dass die Luftröhre wieder den nötigen Raum zur nächtlichen Atmung hat.

    Bei dieser Operation ist die Erfolgschance auf beinahe völlige Behebung der Symptome sehr hoch.

    Natürlich ist eine Operation immer ein Eingriff, vor dem man Respekt haben sollte. Der Mehrwert aber ist durchaus zu betrachten.

    Durchgeschlafene Nächte fordern den Körper weniger und sind lebensverlängernd. Die Lebensqualität über den Tag ist durch sehr viel mehr Leistungsfähigkeit stark erhöht. Ein gesundes Leben voll von Aktivität und Lebensfreude ist nicht vergleichbar mit einem erschöpften Zustand und Tagesschläfrigkeit, die sogar zu einem Behindertengrad führen kann.

    Die Behandlung von Schlafapnoe läuft wie folgt ab:

    Behandlung der Schlafapnoe mit Atemmaske

    Häufig wird der Arzt eine Beatmung mit einer speziellen Maske empfehlen: Der Betroffene legt sich nachts eine Atemmaske an.

    Sie ist an ein Gerät angeschlossen, das mit leichtem Überdruck Raumluft in Nase und zum Teil auch Mund bläst. Das verhindert, dass die Atemwege zusammenfallen und die Luftzufuhr unterbrochen wird.

    Es gibt verschiedene Arten von Masken. Welche individuell am besten passt, sollte mit dem Arzt besprochen werden. Auch existieren unterschiedliche Beatmungsverfahren, je nach Beatmungsdruck:

    • CPAP = Continuous Positive Airway Pressure, kontinuierlicher Überdruck
    • BiPAP = Bilevel Positive Airway Pressure, der Druck wird an Ein- und Ausatmung angepasst
    • APAP = auto CPAP, der Druck wird vom Gerät bei jedem Atemzug neu ermittelt

    Falls Patienten unter einem trockenen Nasen-Rachenraum leiden, kann die Luft eventuell mithilfe eines Befeuchters mit Wasser angereichert werden. In bestimmten Fällen wird der Luft zusätzlicher Sauerstoff beigemischt.

    Die Handhabung der Maske sollten Patienten unter fachkundiger Anleitung lernen. Eine Einweisung erfolgt zumeist in einem Schlaflabor durch schlafmedizinisch geschultes Personal.

    Viele Patienten gewöhnen sich schnell an die nächtliche Beatmung und fühlen sich tagsüber schon bald wieder leistungsfähiger und ausgeruhter. Andere kommen anfangs schlecht mit der Behandlungsform zurecht. Dann ist eine gute Schulung und Beratung besonders wichtig.

    Manchmal hilft es, verschiedene Modelle an Masken oder Geräten zu testen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Schlafapnoe-Selbsthilfegruppe kann nützlich sein.

    Der Arzt wird regelmäßige Kontrollen vornehmen, um den Behandlungserfolg zu sichern.

    Gibt es eine alternative Therapie zu Masken gegen Schlafapnoe?

    Eine alternative Schlafapnoe Therapie ohne Maske ist zum Beispiel ein Zungenschrittmacher oder eine Schnarchschiene.

    Wann sind Operationen bei Schlafapnoe sinnvoll?

    Sind vergrößerte Rachenmandeln oder Nasenpolypen die Ursache der Schlafapnoe, so können diese eventuell operativ entfernt werden.

    In ausgewählten Fällen kann eine Operation helfen, die Atemwege zu weiten.

    Dazu ist eine Vielzahl an Operationstechniken möglich. Einige davon stellen einen geringen Eingriff dar (minimalinvasiv) und erfolgen mitunter in Teilnarkose. Andere sind belastender für den Betroffenen und erfordern eine Vollnarkose.

    Kommen andere Therapieverfahren nicht infrage, hilft in bestimmten Fällen eventuell ein sogenannter Zungenschrittmacher. Ein implantiertes Gerät stimuliert dabei den Nerv, der die Zungenmuskulatur steuert – den sogenannten Nervus hypoglossus. Das soll die Atemwege besser offenhalten.

    Arzt und Patient sollten gemeinsam besprechen, ob ein operativer Eingriff sinnvoll erscheint und welche Technik die individuell passende ist. Dabei spielen unter anderem die Stärke sowie die Ursache der Schlafapnoe eine Rolle.

    Der Arzt sollte außerdem ausführlich zu möglichen Risiken des Eingriffs, zum Beispiel Blutungen, Infektionen oder Schmerzen, aufklären.

    Operiert werden Bereiche der oberen Atemwege. Auch eine Kieferchirurgie ist in manchen Fällen möglich, mit der sich Fehlstellungen von Ober- und Unterkiefer behandeln lassen.

    Achtung vor dubiosen Versprechen. Es gibt zahlreiche dubiose Anbieter von Operationen, meist im Ausland oder für viel Geld, die Heilung versprechen.

    Bitte besprich alle Varianten ausführlich mit Deinem Arzt des Vertrauens, um die für Dich beste Therapie zusammenstellen zu können.

    Ergänzende Therapien

    Zusätzliche Hilfen, um das Leid der Schlafapnoe zu lindern:

    Gibt es Studien zu Therapien von Schlafapnoe?

    Studien zu den effizientesten Therapien von Schlafapnoe sind in Arbeit.

    Gibt es einen Grad der Behinderung (GdB) bei obstruktiver Schlafapnoe?

    Allgemein wird das Schlafapnoe-Syndrom in Deutschland von den Versorgungsämtern als Behinderung anerkannt. Jedoch ist der GdB nicht grundsätzlich und einheitlich für das Schlafapnoe Syndrom anwendbar.

    Der Grad der Behinderung bei Schlafapnoe fächert sich folgendermaßen auf:

    • GdB 0 – 10 : Es besteht keine Notwendigkeit einer Beatmungstherapie
    • GdB 20: Die Notwendigkeit einer Beatmungstherapie liegt vor
    • GdB 50: Weder die Beatmungstherapie noch eine andere Therapie ist durchführbar

    Allgemein ist die Schlafapnoe so therapierbar, dass ein GdB von 30 – 40 gegeben sein kann.

    Dieser führt zu einem Feststellungsbescheid der Behinderung, nicht aber zur Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises.

    Folgestörungen durch die Schlafapnoe sind jedoch mit einem gesonderten GdB zu bewerten, beispielsweise Bluthochdruck und Diabetes.

    Der GdB 50 soll ein Ausnahmefall bleiben. Er stellt einen Behinderungsgrad dar, wie er bei Narkolepsie gegeben ist.

    Besteht bei Schlafapnoe ein Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis?

    Wurde ein Grad der Behinderung (GdB) bei Schlafapnoe festgestellt, bedeutet das noch nicht, dass auch der Anspruch auf einen Behindertenausweis besteht.

    Außerdem ist je nach Grad der Behinderung, zwischen einem Feststellungsbescheid und einem Schwerbehindertenausweis zu unterscheiden.

    Ab einem Behinderungsgrad von 20 (GdB 20) wird ein Feststellungsbescheid ausgestellt. Ab einem Grad der Behinderung von 50 (GdB 50) besteht der Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Unter GdB 20 wird kein Dokument ausgestellt.

    Erhält man bei starken Folgeerkrankungen einen GdB 50?

    Das LSG Berlin-Brandenburg hat bereits einmal einem GdB 50 zugestimmt, obwohl der Betroffene nur einen GdB 30 hatte.

    Es seien auch physische und psychische Konsequenzen aus der Schlafapnoe heraus entstanden, wie depressive Störungen und eine chronische Schmerzstörung, durch die die Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit stark eingeschränkt seien.

    Dies führe bis hin zu leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten.

    Es gab bei diesem Patient mehrere zusammenkommende und sich verstärkende GdB, die eine Heraufsetzung auf GdB 50 rechtfertigten.

    Jedoch muss die Festlegung des GdB, vor allem bei einer Erhöhung bedingt durch Wechselwirkungen anderer vorliegender GdB, immer im Einzelfall entschieden werden.

    Nicht jeder einzelne GdB, der neben dem GdB, der aufgrund der Schlafapnoe festgestellt wurde, besteht, führt zu einer Steigerung des GdB insgesamt.

    Das heißt, man kann die verschiedenen Behinderungsgrade nicht addieren.

    Kann diese Behinderung geheilt werden?

    Trotz Symptombehandlung mit Überdruckbeatmung wird bei Schlafapnoe ein Grad der Behinderung anerkannt. Eine Behinderung ist immer dann gegeben, wenn man ein Hilfsmittel benötigt, um am aktiven Leben teilnehmen zu können.
    Aber eine obstruktive Schlafapnoe kann auch geheilt werden. https://schlafapnoe.de/schlafapnoe-grad-der-behinderung-behindertenausweis/

    Erfahrungsberichte

    Betroffene berichten häufig davon, sich in einem absoluten Leistungstief befunden zu haben, ohne zu wissen, warum.

    Im Fall eines 40-jährigen Berufsfeuerwehrmannes ging dies sogar soweit, dass er deshalb fast seinen Job verloren hätte. Er litt an obstruktiver Schlafapnoe und wurde seit der Diagnose zunächst mit der CPAP-Maske behandelt.

    Doch die saß nicht richtig und er schwitzte stark darunter. Da diese problematische Intoleranz mit der Maske auf Dauer für ihn keine Perspektive war, wurden dann ein Zungenschrittmacher verwendet.


    Wiederholt nickte ein 80 Jähriger für Sekunden ein. Dies hätte beim Autofahren sehr gefährlich sein können.

    Spätestens da wusste er, dass etwas nicht stimmt. Die Diagnose: Obstruktive Schlafapnoe.

    Die CPAP-Therapie besserte die Tagesmüdigkeit und auch die Blutdruckwerte verbesserten sich nach einigen Jahren Behandlung. Zuletzt war er sogar ohne CPAP-Maske bei Tests im Schlaflabor ohne Aussetzer vorstellig.

    Dennoch trägt er beim Schlafen weiterhin die Maske. So hat sich seine Lebensqualität wieder deutlich gebessert. Auch Autofahren geht wieder ruhigen Gewissens.

    Fazit:

    Eine Schlafapnoe ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Solltest Du den Verdacht haben, daran zu leiden, suche bitte einen Arzt Deines Vertrauens auf und lass Dich umfassend beraten.

    Noch mehr zum Thema

    • Ist Schnarchen gefährlich?


      Schnarchen ist nicht zwangsläufig gefährlich. Und nicht jede kurze Atempause im Schlaf ist bedenklich. Eine Schlafapnoe liegt vor, wenn in einer Stunde mehr als fünf Atemaussetzer auftreten, die jeweils mindestens zehn Sekunden andauern.

      Besteht der Verdacht auf ein Schlafapnoe-Syndrom, sollte vorsichtshalber ein Arzt aufgesucht werden. Denn eine unbehandelte Schlafapnoe kann negative Folgen haben und sogar die Lebenserwartung verkürzen.

    • Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?


      Die Polysomnographie im Schlaflabor ist – wie Du inzwischen weißt – entscheidend, um eine obstruktive Schlafapnoe sicher zu diagnostizieren. Das sehen auch die Krankenkassen so und übernehmen die Kosten, wenn eine ärztliche Überweisung vorgelegt wird.

    Sophie

    Laut ihres indischen Yogi-Meisters brauche der Mensch vor allem zwei Dinge, um gesund und glücklich zu sein: Schlaf und Shavasana- die innere Ruhe in jeder Situation. Damit auch Du erholsamen Schlaf finden kannst, teilt Sophie mit Dir ihre Erkenntnisse.

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